Trixi

Agronomische und qualitative Eigenschaften

TRIXI ist eine Cherrytomate mit roten Früchten von ca. 18-20 g, die in hübschen, langen, z.T. doppelten Trauben an einer harmonisch gestalteten Pflanze hängen. Im Jugendwachstum zeigt sich TRIXI etwas zurückhaltend, später überzeugt sie jedoch durch einen offenen, fein gegliederten Wuchs, der zu einer guten Durchlüftung des Bestandes führt und außerdem einen geringen Pflegeaufwand sowie eine gute Beerntbarkeit ermöglicht. Die Reife ist früh bis mittelfrüh. Die Früchte sind platzfest, außerdem im Grünzustand ungeflammt, daher viel weniger anfällig für Grünkragen. TRIXI zeichnet sich allgemein durch eine gute Pflanzengesundheit und hohe Toleranz gegen Cladosporium aus.

Die leuchtend roten rund-ovalen Früchte von TRIXI haben eine kleine Spitze, sind gut platzfest und weisen einen sehr leckeren, süßen Geschmack mit leicht zitroniger Note auf. Die lichte und schön geordneten Pflanzengestalt der Sorte stellt eine Besonderheit unter den Tomaten dar. In Untersuchungen mit den Bildschaffenden Methoden 2014 und 2015 zeigt sich TRIXI als hoch differenzierte, fruchtartig ausgereifte Sorte, deren Qualität durch eine Eurythmiebehandlung und eine Winterkräfteeingrabung noch gesteigert werden konnte. Die Behandlung hat dem bereits vorhandenen Potential von TRIXI den benötigten kräftigenden Impuls gegeben, um dieses Potential dynamisch, lebendig und strahlend in ganzheitlichen und qualitativ hochwertigen Bilder abbilden zu können (G. Mergardt, 2015).

  • Ergebnisse aus dem Versuchsanbau

    Im Versuchsanbau konnte TRIXI auf vielen Erwerbsstandorten ihre Vorzüge unter Beweis stellen: ihren sehr guten Geschmack und hohe Fruchtqualität, ihre hohe Platzfestigkeit, ihre Robustheit und Pflanzengesundheit, ihren Ertrag und ihre angenehmen Eigenschaften in der Kulturführung, wie die durch die lichte und schön geordnete Pflanzengestalt erleichterte Pflege und gute Beerntbarkeit der Früchte.

    Rückmeldungen aus dem Praxisanbau der Bingenheimer Saatgut:

    Schöner Pflanzenaufbau, gut zu pflegen. Robust gegen Cladosporium und Phytophtora. Fruchtgröße mit ca. 20g groß genug für eine Cherrytomate. Früchte sind optisch sehr ansprechend, haben einen sehr guten ausgewogenen Geschmack, sind platzfest und haben eine gute Lagereignung. Das Ertragspotential ist gut genug, nicht überragend. TRIXI ersetzt bei vielen Betrieben wegen der positiven Eigenschaften die F1-Sorten.

  • Ergebnisse von Qualitätsuntersuchungen

    Resultate der Untersuchung mit Bildschaffenden Methoden 2014 und 2015:

    TRIXI zeigt sich in der Untersuchung 2015 wie 2014 sowohl bei den Steigbildern, als auch bei den Kristallbildern als hoch differenzierte, fruchtartig ausgereifte Sorte. 

    Die unbehandelte Variante zeigt dabei wie 2014 eine Diskrepanz zwischen der hohen Substanzwirkung, die sich sehr fruchtartig, dicht, fein und äußerst differenziert abbildet und der mittleren Formintensität, der es nicht gelingt diese Substanzdichte in ganzheitlich fließenden integrierten Bildern abzubilden. So ist es bei den Steigbildern die Fahnenzone, die nicht selbstragend, kraftvoll abgebildet wird, sondern etwas kraftlos gegeneinander fällt, während sich bei TRIXI behandelt dieser Bereich selbsttragend nach oben strebend zeigt. Im gleichen Maße fehlt der unbehandelten Variante die fließende gleichmäßige Verbindung aller drei Bildzonen, die bei der behandelten Variante zu erkennen ist. 

    Die Kristallbilder zeigen bei dieser Untersuchung die Unterschiede zwischen der unbehandelten und behandelten Variante am deutlichsten. 

    Während bei TRIXI unbehandelt nur wenig Zentrumskoordination, Durchstrahlung der Bilder und klar strukturierte Nadelzüge zu erkennen ist, zeigt die behandelte Probe integrierte, weit durchstrahlte, zentrumskoordinierte, bewegliche Bilder ohne jegliche zonalen Stockungen.

    Die Behandlung hat dem vorhandenen sehr fruchtartig ausgereiften Potential von TRIXI den benötigten kräftigenden Impuls gegeben, um dieses Potential dynamisch, lebendig und strahlend in ganzheitlichen und qualitativ hochwertigen Bilder abbilden zu können (G.Mergardt, 2015).

  • Züchtungsgang

    Die Sorte TRIXI geht auf die Sorte FAVORITA F1 zurück. Im Anbau dieser Sorte gefielen die Frühreife, der Geschmack und die Platzfestigkeit der Früchte. 2004 wurde Saatgut von F1-Pflanzen genommen und im Jahr 2005 zum ersten Mal nachgebaut. In den folgenden 3 Jahren wurden verschiedene Selektionen aus diesem Nachbau in Einzelpflanzen-Nachkommenschaften gesichtet. In der Anfangszeit musste dieser Vergleichsanbau aus Gründen begrenzter Anbau- und Arbeitskapazität zahlenmäßig noch begrenzt stattfinden. Es zeigte sich insgesamt eine breite Aufspaltung in verschiedene interessante Pflanzen- und Fruchttypen, 12 Linien wurden ausgesucht und weitergeführt. Ab 2008 konnten mehr (50) Pflanzen angebaut werden und so vier weitere schöne Linien gefunden werden. Jedes Jahr wurde sowohl zwischen als auch innerhalb von Nachkommenschaften selektiert, und zwar im Hinblick auf Wuchstyp der Pflanze, Fruchteigenschaften und Geschmack. Auf diese Weise wurde über viele Jahre ein breiteres Sortiment an Linien beobachtet und in Einzelpflanzen-Nachkommenschaften weitergeführt, bonitiert und mit viel Zuwendung begleitet. In einem Jahr wurde es nötig, wegen eines Rostmilbenbefalls im Bestand wieder auf Saatgut einer jüngeren Generation zurückzugreifen, in einem anderen Fall wegen Keimfähigkeitsproblemen. Die verschiedenen Linien unterschieden sich vor allem in der Traubenform, aber auch in der Fruchtgröße, im Geschmack und im allgemeinen Wuchstyp. Pflanzen mit deutlich dichterer Belaubung, mit schlecht befruchteten bzw. unregelmäßigen Trauben oder mit buschförmig verzweigten Trauben oder Platzer wurden eliminiert (siehe Schema im Anhang).

    2011 wurde die Entscheidung für eine sehr schöne, bereits homogene Linie getroffen, bei der für die weitere Vorbereitung zur Sortenanmeldung nun, neben allen wertgebenden Eigenschaften, im Besonderen auf die Homogenität und Stabilität geschaut wurde. Parallel wurde sie zur Beurteilung an Züchterkollegen abgegeben und im weiteren Verlauf auch in den Versuchsanbau der bingenheimer saatgut. 

    Auch aus der Praxis des biologischen und biologisch-dynamischen Erwerbsgartenbaus gibt es positive Rückmeldungen, vor allem über den offenen Wuchs und die leichte Pflegbarkeit, aber auch den guten Geschmack und die Robustheit gegenüber Cladosporium (Fulvia fulva). Im Jungpflanzenstadium erscheint TRIXI etwas schwächer; dieses wächst sich jedoch nach dem Auspflanzen schnell aus. So wird TRIXI inzwischen von vielen Anbauern geschätzt und ist auch bei einigen Demeter-Jungpflanzenanbietern im festen Sortiment.

    Die Wintereingrabung wurde als Behandlungsmethode aufgrund sehr positiver Erfahrungen im Rahmen der biologisch-dynamischen Forschung auf dem Dottenfelderhof gewählt, wo umfangreiche Studien zur Frage der Pflanzenstärkung durch Wintereingrabung (also Eingrabung des Saatgutes im Kuhhorn über die Zeit von Mitte November bis über die Heiligen Nächte hinaus) durchgeführt wurden (vgl. Beitrag von D. Bauer in Lebendige Erde 2/2018). Zusätzlich wurde das Saatgut in der Vorbereitung zur Wintereingrabung eurythmisch (mit dem Hallelujah) behandelt. Auch hierzu gibt es Vorerfahrungen, die bei Tomaten (als Nachtschattengewächsen) eine Verbesserung der Lebenskräfte bewirkten. Die kombinierte Behandlung fand einmalig am Ende des Zuchtganges (also im November 2014 mit Eingrabung bis Januar 2015) statt.

    In der Zeit der Entwicklung von TRIXI wurde der Betrieb noch organisch-biologisch zertifiziert (Bioland). Allerdings wurden bereits seit 2010 regelmäßig und entsprechend der Demeter-Erzeugungsrichtlinie die biologisch-dynamischen Präparate angewendet. Seit 2014 ist der Betrieb dem Demeter-Verband angeschlossen, sodass die Erhaltungszucht seitdem unter zertifiziert biologisch-dynamischen Bedingungen erfolgt.

    TRIXI wurde im Juni 2014 vom Bundessortenamt als Amateursorte gemäß Richtlinie 2009/145/EG zugelassen.


Rechtlicher Status: Trixi wurde im Juni 2014 vom Bundessortenamt als Amateursorte gemäß Richtlinie 2009/145/EG mit der Kennung TOT 401 zugelassen.

Saatgutanbieter: Bingenheimer Saatgut, Sativa Rheinau

Züchterin: Silke Wedemeyer



Sortenbiografie