Nora Hils
Arlesheim, Schweiz

„Samenfeste Pflanzen zu pflegen, zu erhalten und zu züchten heißt auch Unabhängigkeit zu säen. Unabhängigkeit von Konzernen – Jahr für Jahr vermehrbar – genetisch vielfältig. Diese Arbeit ist ein politisches Statement für die Saatgutsouveränität.“
DER BETRIEB
Inmitten eines Naturschutzgebiets in der Region Basel-Land erstreckt sich auf 380 Höhenmetern die 3.000 m² große Anbaufläche von Hortus Officinarum. Dank des ausreichenden Wasserangebots (ca. 1.200 mm Jahresniederschlag) und des tonhaltigen Lößbodens ist der Standort selten zu trocken. Seit 1974 werden die fruchtbaren Böden biologisch bewirtschaftet, seit etwa 15 Jahren nach biologisch-dynamischen Prinzipien.
DIE ZÜCHTERIN
Während ihrer Ausbildung zur Gemüsegärtnerin in der Demeter Gärtnerei Piluweri und in den anschließenden Jahren als Gesellin erkannte Nora Hils die Notwendigkeit samenfester Züchtung. Diese Erkenntnis und die intensive Arbeit mit den Pflanzen hat ihr Leben maßgeblich geprägt. Nach einer Phytotherapie-Ausbildung und einer Saison bei der Sativa Rheinau ist Nora Hils seit 2016 beim Verein Hortus Officinarum, der sich der Erhaltung und Züchtung von Heilpflanzensaatgut widmet, tätig. Durch die biologisch-dynamische Züchterfortbildung von Kultursaat entstand nicht nur eine Zusammenarbeit mit dieser Organisation, sondern auch ein vertiefter Zugang zur Züchtungsarbeit.
ZÜCHTERISCHE ARBEIT
Nora Hils betreut für den Verein Hortus Officinarum eine Vielzahl von Heilpflanzenkulturen. Der Verein sieht seine Aufgabe in der Erhaltung, Qualitätssicherung, Inkulturnahme und Weiterentwicklung verschiedener Heilpflanzen-Herkünfte. Für Kultursaat hat Nora Hils die Erhaltungszüchtung der Basilikumsorten Netti und Nina sowie des Rucola Lola von Züchterin Annette Tilmanns übernommen. Darüber hinaus vermehrt sie verschiedene Sorten aus dem Sortenarchiv von Kultursaat, wobei ihr Schwerpunkt auf Kräutern und Heilpflanzen liegt.
