Johanna Fellner

Hitzacker, Niedersachsen

„Pflanzen sind meine größten Lehrmeister. Ohne Worte sagen sie alles.“

DER BETRIEB
Der Forschungs- und Zuchtgarten von Johanna Fellner liegt in Harlingen, 3 km von Hitzacker (Elbe) entfernt. Hitzacker liegt auf ca. 12 bis 86 m über NN. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt ca. 10 °C und der durchschnittliche jährliche Niederschlag ca. 721 mm. Der Betrieb besteht aus 1,4 ha Ackerland und 2.000 m² Ödland und wurde im März 2021 gegründet. Durch unterschiedliche Kooperationen in der Region, ist der Betrieb in ein Netzwerk aus biologischdynamisch arbeitenden Betrieben eingebettet.

DIE ZÜCHTERIN
Johanna Fellner, Jahrgang 1988, machte von 2008 bis 2012 die freie Ausbildung. Während dieser Zeit erlangte sie erste Einblicke in die züchterische Arbeit. Nach einem Gesellenjahr auf dem CSA Hof Pente nahm sie 2013/14 an der Züchterfortbildung von Kultursaat teil, um biologisch-dynamische Gemüsezüchtung vertieft kennenzulernen. 2013 bis 2016 arbeitete sie auf dem Gärtnerhof Röllingsen im Bereich der Saatgutvermehrung, der Jungpflanzenanzucht sowie im geschützten Anbau. Sie arbeitete sich in die züchterische Arbeit ein, indem sie an diversen Kulturen Zuchtlinienvergleiche und Sortensichtungen durchführte. 2016/17 nahm sie am Jahreskurs der Landbauschule Dottenfelderhof teil und legte die Prüfung zur staatl. geprüften Fachkraft für biologisch-dynamischen Landbau ab. 2017 bis 2020 arbeitete Johanna Fellner auf dem Dottenfelderhof und übernahm die Züchtungen von Dieter Bauer. 2021 machte sie sich mit einem eigenen Betrieb selbständig.

ZÜCHTERISCHE ARBEIT
Seit 2017 ist Johanna Fellner für die Erhaltungszucht von Sorten verantwortlich, die Dieter Bauer entwickelt hat und führt diverse Kopfkohl- und Möhren-Zuchtlinien von ihm weiter. Weitere Zuchtprojekte hat sie bei Blumenkohl, Romanesco und im Bereich der Kräuter. Bei der Selektion der Zuchtlinien und Sorten wendet Johanna Fellner überwiegend positive Massenauslese an. Dabei sind die Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise, ein ganzheitliches Pflanzenbild und die bewusste Zuwendung zu den Pflanzen die Grundlage ihrer Arbeit. Ein weiterer Arbeitsbereich bildet die Koordination des Sortenarchivs von Kultursaat.