Tiamarie

Agronomische und qualitative Eigenschaften

TIAMARIE ist eine ausgewogen wachsende Cherrytomate mit langen, meist einteiligen Rispen und kurzen Internodienabständen. Die rotreifenden, runden, ca. 20 g schweren Früchte lassen sich leicht ernten, und ihre Kelchblätter halten fest an den Früchten. Die robusten, gesunden Pflanzen mit ihren dunkelgrünen doppelt gefiederten Blättern sind gut zu pflegen. Die Früchte weisen einen sehr guten, harmonischen Geschmack mit einem ausgewogenen Verhältnis von Hautfestigkeit zu Fruchtfleisch auf.

  • Ergebnisse aus dem Versuchsanbau

    Schon recht früh im Züchtungsgang und dann fortlaufend, wurde an unterschiedliche Betriebe Versuchssaatgut abgegeben, sodass fortwährend die Einschätzung und Rückmeldung anderer Betriebe in die Züchtung mit eingeflossen ist.

    Im externen Versuchsanbau 2023 wurden die mittelhohe Ertragsbildung, auch noch zum Ende der Kultur, der harmonische Pflanzenaufbau mit langen, ansprechenden Wickeln, die fest an der Frucht sitzenden Kelchblätter und der gute Geschmack geschätzt. Auch Erntbarkeit, Platzfestigkeit und Lagerfähigkeit der Ernte wurden positiv hervorgehoben. Vereinzelt wurden die Früchte als recht groß für eine Cherrytomate empfunden.

  • Ergebnisse von Qualitätsuntersuchungen

    In Untersuchungen der Bildekräfteforschung durch mehrere Bildekräfteforscher bewirkte TIAMARIE im Menschen eine Stärkung der aufrechten Gestalt. Diese wurde durchwärmt und durchlichtet, sodass Bewusstseinskräfte klar aufleuchten konnten. Höhere Lichtwirkungen strömten belebend ein. 

    Insgesamt führte es zu einem ausgeglichenen Körpergefühl in der menschlichen Gestalt: Von unten wirkten quellend belebende Wachstumskräfte von oben strömte geistvermittelnde Sonnenhaftigkeit ein. Beides wirkte harmonisch zusammen.

  • Züchtungsgang

    TIAMARIE geht auf die Hybride SAKURA F1 (Enza Zaden) zurück. Im Jahr 2015 wurde das Saatgut der Hybride erstmals mit etwa 50 Pflanzen auf den zertifiziert biologisch-dynamischen Flächen von Gut Wulfsdorf nachgebaut. Diese Anbaudimensionen blieben während der gesamten Züchtung weitestgehend gleich.

    Ziel der Züchtung war es, eine leckere samenfeste Alternative für dieses Segment zu erarbeiten, auf der Ebene der Lebenskräfte zu begleiten, zu harmonisieren und positiv auf die Bildekräftequalität einzuwirken sowie an der Bekömmlichkeit als Nahrungsmittel zu arbeiten.

    Im Nachbau entwickelte sich eine klar erkennbare Gruppe des Fruchttyps TIAMARIE, der über die Jahre verfolgt und herausgearbeitet wurde, indem einzelne Pflanzen durch positive Massenauslese selektiert wurden. Die einzelnen Linien der selektierten Nachkommenschaften waren meist harmonisch im Aussehen und zeigten keine starken Abweichungen. Neben der optischen Auslese war die Sensorik von Anfang an ein wesentliches Merkmal. Mit Geschmacksproben und sensorischer Selektion mehrerer Menschen wurde während der gesamten Züchtung auf ein gutes Verhältnis von Süße/Säure sowie eine angenehm zu essende Schale geachtet.

    Als Unterstützung zur Harmonisierung der Lebenskräfte wurden verschiedene Methoden aus dem Bereich der Grundlagenforschung im Verlauf der gesamten Züchtungsarbeit angewandt (dazu gehörten z.B. Eingrabung des Saatguts, Behandlung mit Ostertropfen und immerwährend meditative Behandlung). Auch wurde mit positiv auf die Tomate wirkenden Begleitpflanzen wie der Kamille experimentiert, die um die Tomaten herum gepflanzt wurden. Angewandte Spritzpräparate waren während der gesamten Züchtung Hornmist, Hornton und Hornkiesel sowie später auch Hornkalk (genauere Informationen zu den Behandlungsweisen oder Präparaten können bei der Züchterin angefragt werden). Um über diese Anwendungen Aufschluss zu bekommen, wurden die so behandelten Tomaten jährlich begleitend hinsichtlich ihrer Bildekräfte untersucht. Die Ergebnisse wurden versucht, in die weitere Entwicklung mit einzubeziehen.

    Im Jahr 2021 war im gesamten Bestand das Sortenbild klar und die Sortenqualität rund geworden.

    Im darauffolgenden Jahr konnte sich TIAMARIE noch umfänglicher im Versuchsanbau zeigen (siehe Ergebnisse aus dem Versuchsanbau), sodass sie nun als Tomatensorte für die Gärtnerwelt zur Verfügung steht. 

    Die Sorte wurde im Juni 2025 vom Bundessortenamt zugelassen. Die Erhaltungszucht findet durch Christina Henatsch statt. Die Organisation der Vermehrung und der Vertrieb des Verkaufssaatguts obliegen u. a. der Bingenheimer Saatgut AG.


Rechtlicher Status: Tiamarie wurde im Juni 2025 vom Bundessortenamt als Amateursorte gemäß Richtlinie 2009/145/EG mit der Kennung TOT 473 zugelassen.

Saatgutanbieter: Bingenheimer Saatgut, Sativa Rheinau

Züchterin: Christina Henatsch



Sortenbiografie