Ronjana
Agronomische und qualitative Eigenschaften
RONJANA ist eine gleichmässig runde Rote Bete vom Typ ROTE KUGEL mit feinem Blattansatz, mittelkräftiger Blattentwicklung und gut abgesetzter Wurzel. Bei mittlerer Entwicklungszeit (ca. 130 Tage) bringt sie gute Erträge. Sie ist sowohl für die Direktvermarktung als auch für die Verarbeitung geeignet. Die Laubgesundheit ist gut bis sehr gut.
RONJANA hat einen ausgesprochen langanhaltenden süß-aromatischen Geschmack mit angenehmer Saftigkeit und ohne jegliche Bitterkeit im Abgang. Die Rübe ist gleichmäßig intensiv rot durchgefärbt, hat kaum Ringe und eine feine Innenstruktur. Die Schale ist zart und glatt.
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Rückmeldungen aus dem Praxisanbau
RONJANA hat eine schöne Form, eine gut abgesetzte Wurzel und einen guten Geschmack.
An Standorten mit einem hohen Streptomyces-Druck zeigt die Sorte eine leichte Anfälligkeit für Schorf.
Maria Bienert, Taucha; „Ronjana fiel mir auf durch eine runde gleichmäßige Form und eine dunkelrot ansprechende Innenfärbung. Der Geschmack ist harmonisch und Rote Bete typisch.“
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Ergebnisse von Qualitätsuntersuchungen
Beta divers, 15. WiTa: „Beim Vergleich der untersuchten Inhaltsstoffe der vier samenfesten Sorten und der Hybridsorte Boro F1 zeigten sich signifikante Effekte der Sorte lediglich auf den Brixwert (p <0,05). Die ökologisch gezüchtete, offen abblühende Sorte Ronjana wies mit 12,77 °Bx den höchsten Brixwert auf. Da der Brixwert sehr hoch mit dem Zuckergehalt korreliert und dieser einen maßgeblichen Einfluss auf den Gesamtgeschmack hat (Wruss et al. 2015), eignet sich diese Sorte gut als frische oder gekochte Ware, sowie für die Saftherstellung. Darüber hinaus bietet sich Ronjana aufgrund des hohen Gehaltes an Nitrat (3.206 mg kg-1) und Betalain (15,59 mg g-1 TM) durchaus auch für die Herstellung von Sportgetränken beziehungsweise für die Verwendung als färbendes Lebensmittel an.“
Quelle:
Beta divers, Yasaminshirazi et al, 2020: bzgl. antioxidatives Potential/ bioactive Substanzen -
Züchtungsgang
RONJANA ist aus der Sorte ROTE KUGEL 2 entwickelt worden. Seit 1999 konnte durch die Selektion aus großen Beständen mit dem Augenmerk auf runde Rübenform bei verhältnismäßig kleinem Blattansatz und einer gut abgesetzten Wurzel über drei Generationen eine morphologische Veränderung erreicht werden. In den darauffolgenden Generationen wurde besonders auf die Verbesserung der Innenfärbung und die positive Geschmacksausprägung Wert gelegt. Dafür wurden die nach den äußeren Kriterien bereits ausgesuchten Rüben einzeln sensorisch geprüft und aufgrund dieser Ergebnisse für die weitere Züchtung selektiert. Über zwei weitere Generationen wurde mit Einzelpflanzenauslese auf niedrigen Nitratgehalt hin selektiert. Diese Eigenschaft konnte sich noch nicht durchgehend festigen, doch waren gleichzeitig die sensorischen und morphologischen Unterschiede zur Ursprungssorte so groß, dass es zur eigenständigen Sorte kam. Die Züchtung dieser Sorte wurde durchgängig seit dem Jahr 1999 unter Verhältnissen der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsweise auf dem Zuchtbetrieb von Thomas Heinze durchgeführt.
RONJANA stand zwei Jahre in der Registerprüfung und wurde im Jahr 2012 vom Bundessortenamt zugelassen. Die Erhaltungszucht findet durch T. Heinze statt. Die Organisation der Vermehrung und der Vertrieb des Verkaufssaatgutes obliegen u. a. der Bingenheimer Saatgut AG.
Rechtlicher Status: Ronjana wurde nach Registerprüfung im Oktober 2012 durch das Bundessortenamt mit der Kennung RR 80 zugelassen.
Saatgutanbieter:
Züchter: Thomas Heinze
Sortenbiografie




