Züchtung in der Marktgärtnerei

Beitrag in Gemüse (10/2026) von C. Wörner

Die Marktgärtnerei Schloß Tempelhof in Kreßberg (bei Crailsheim) wirtschaftet nach dem SoLaWi -Prinzip, d.h. in direkter Partnerschaft zwischen dem landwirtschaftlich-gärtnerischen Betrieb und der Gemeinschaft der Verbraucher, bei der die Kosten und die Ernte eines Jahres gemeinsam geteilt werden. In Tempelhof gehören dazu neben der vor Ort wohnenden Gemeinschaft selbst ein Seminarbetrieb, ein Restaurant und Kunden im Hofladen. Auch der Anbau zeigt manche Besonderheit, etwa den Transfer- und in-situ-Mulch, der den Boden möglichst lange bedecken und so die Fruchtbarkeit erhöhen soll. Beim Salat fällt ein Buntes Batavia-Gemisch auf, das als Vielfaltskonzept die Kunden-Erwartungen mit der Robustheit gegenüber Falschem Mehltau kombinieren soll; dieses Gemisch wurde in langjährigen FuE -Projektaktivitäten von JKI und Kultursaat entwickelt und ist mittlerweile unter der Bezeichnung Colorata über Bingenheimer Saatgut erhältlich. Die in Folientunneln angebauten Tomaten sind teilweise mit rot-weißem Absperrband markiert: “Nicht Ernten!” Hier wird im Rahmen eines laufenden BÖL -Projektes (AlResiTom, ebenfalls in Kooperation mit dem JKI -G) an alternativen Resistenzen und Strategien gegen Blattkrankheiten in der ökologischen Tomatenzüchtung gearbeitet. 

Maya Heilmann ist die verantwortliche Gärtnerin und Kultursaat-Züchterin in Tempelhof. Für das Heft 10/2026 der Zeitschrift Gemüse hat Redakteurin Caroline Wörner ein ansprechend bebildertes Porträt dieses Kultursaat-Standortes verfasst. 

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